Alle Termine der Berliner Geschichtswerkstatt auf einen Blick

13.02.2023 (Montag)

Werkstattgespräch "Geschichtswerkstatt - quo vadis?"

19:00 - 20:30

40 Jahre Berliner Geschichtswerkstatt sind nicht nur Anlass, in die Vergangenheit zu schauen. Nicht weniger wichtig ist der Blick nach vorne. Wie mag die Zukunft dieses Vereins aussehen? Die Mitgliederkartei verrät, dass nicht nur der Verein älter geworden ist. Zunehmend sind es Rentner und Pensionäre, die die Berliner
Geschichtswerkstatt am leben halten. Das ist zwar beruhigend, schließlich ist abzusehen, dass weitere interessante Jahrgänge den Ruhestand erreichen und Lust auf eine sinnvolle Betätigung haben, aber so schön das ist: Es fehlt an jungen Leuten, die
mitmachen; ein Phänomen, das auch für andere Vereine gilt. In einem Podiumsgespräch mit jüngeren Engagierten wollen wir überlegen, wie das Interesse an unserer Arbeit geweckt werden könnte und weiche Zukunftsperspektiven es für die Berliner Geschichtswerkstatt e. V. gibt. Welche Mittel, Methoden, Aktionsformen.
Welche Partnerschaften könnten da behilflich sein?

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin
ReferentIinnen: Martha Betat (Berliner Geschichtswerkstatt e. V.). Helena
Becker (Berliner Geschichtswerkstatt e. V.), N.N. ("Tütü Sabotage")
Moderation: Peter Lassau




20.02.2023 (Montag)

Podiumsdiskussion: "Geschichte ausgelöscht? Russland und das Verbot von Memorial"

19:00 - 20:30

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Zeit: Montag, den 20. Februar 2023 um 19.00 bis 20.30 Uhr
Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin
dabeisein über das Internet: https://public.senfcall.de/berlinergeschichtswerkstatt

Veranstalter: Bürgerkomitee 15. Januar e.V. und Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Am 21. Februar 2022, also fast auf den Tag genau vor einem Jahr, führten wir eine Veranstaltung zum Verbot von Memorial International durch den Obersten Gerichtshof in Moskau durch. Die Veranstaltung war schon überschattet von den immer konkreter werdenden Kriegsplänen Russlands. Wenige Tage später überfiel die russische Armee das Nachbarland Ukraine. In den folgenden Monaten bestimmten Kriegshetze und weitere Unterdrückungsmaßnahmen den Alltag in Russland. Nach Memorial International wurden auch die örtlichen Memorial-Organisationen verboten. Am 10. Dezember2022 wurde Memorial in Oslo der Friedensnobelpreis verliehen.

Wir wollen ein Jahr nach unserer Veranstaltung Bilanz ziehen. Wie steht es mit den ehemaligen Memorialgruppen in Russland? Welches Geschichtsbild wird heute in Russland vermittelt? Gibt es noch Oppositionsgruppen? Welchen Weg wird die russische Gesellschaft gehen?

An der Podiumsdiskussion nehmen, wie im Februar 2022 teil:

- Anke Giesen, Memorial Deutschland e.V., Memorial International e. V.
- Dmitrij Chelnizki, Publizist, Russlandexperte

Moderation: Jürgen Karwelat, Berliner Geschichtswerkstatt, und Christian Boos, Bürgerkomitee 15. Januar

01.03.2023 (Mittwoch)

„Jetzt geht`s für Menschenrechte“ - Lieder der Märzrevolution 1848

20:00 - 22:00

Was wäre eine Revolution ohne ihre Lieder? Am 18. März 1848 kapitulierte in Berlin das Militär des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. vor den Kämpfern für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Die Märzrevolution war ein Teil einer europaweiten Bewegung gegen die alten Feudalmächte. Diese Epoche wird als Völkerfrühling genannt. Vor und nach der Revolution entstanden zahlreiche Lieder, häufig mit Textvariationen, die die damalige revolutionäre Situation kommentierten und beschrieben. Die Lieder von damals haben uns auch heute noch etwas zu sagen. Wir haben drei Musikgruppen eingeladen, die auf ihre Weise die Revolutionslieder von damals interpretieren.

Konzert mit
der Gruppe „Die Grenzgänger“ aus Bremen
der Gruppe Waldzitherpunk aus Leipzig
Stefan Körbel aus Berlin.

Wir zitieren auch Originaltexte aus 1848/49, die deutlich machen, dass die heutige Demokratie auf den Schultern der Freiheitskämpfer von 1848/49 steht.

DIE WABE, Danziger Straße 101, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg
Eintritt frei, Spenden werden nicht abgelehnt.

Die Veranstaltung wird mit Ton und Bild auf : http://radio.rockradio.de
und auf : http://video.rockadio.de live übertragen.

Veranstalter: Berliner Geschichtswerkstatt e. V., Verein rockradio.de, DIE WABE, Verein Deutschsprachige Musik e. V., Speiches Rock- und Blues-Kneipe

 

02.03.2023 (Donnerstag)

Buchvorstellung: Am Wedding haben sie gelebt – Lebenswege jüdischer Bürgerinnen und Bürger

19:00 - 21:00

Ort: August-Bebel-Institut Franz-Künstler-Saal (1.OG)
Müllerstr. 163, 13353 Berlin

Auch wenn die großen Synagogen Berlins in anderen Stadtteilen standen, lebten und leben auch im Wedding jüdische Bürger*innen, deren Schicksale nicht vergessen werden dürfen. Die Berliner Geschichtswerkstatt hat einige Lebensläufe aufgearbeitet und bringt uns damit Menschen nahe, die in der Nazi-Zeit vertrieben oder ermordet wurden. Die Erstausgabe stammt aus dem Jahr 1998. Es wird die überarbeitete Neuausgabe 2022 vorgestellt.

Referentinnen des Abends sind die beiden Autorinnen Andrea Lefèvre und Heike Stange

 

 

08.03.2023 (Mittwoch)

Veranstaltung zum Internationalen Frauentag: Bekannt und doch vergessen – Drei Frauen aus Schöneberg, Tempelhof und Lichtenrade

15:00 - 16:30

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2023 wollen wir wieder drei Frauen vorstellen - dieses Mal aus Schöneberg-Tempelhof, die auf unterschiedliche Weise das 20. Jahrhundert repräsentieren.

  • Clara von Simson, Naturwissenschaftlerin, Pädagogin und Politikerin (1897 - 1983)
  • Ottilie Ehlers-Kollwitz, Graphikerin und Malerin (1900 - 1963)
  • Ella Barowsky, Politikerin, Ökonomin und Pädagogin (1912 - 2007)

Alle drei Frauen waren zu ihren Lebzeiten den damaligen Bezirken Schöneberg und Tempelhof und in Berlin bekannt, sind aber heute nahezu vergessen. Auch wenn diese Frauen bereits von der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus geprägt waren, liegt unser Schwerpunkt auf der Phase nach 1945 mit der Fragestellung, wie sich ihr Leben nach 1945 verändert hat, welche Chancen und Herausforderungen sich ihnen geboten haben und wie sie die Schwierigkeiten gemeistert haben.

Referentinnen: Gertrud Fischer-Sabrow, Dagmar Giesecke, Elke Mocker

Ort: Laden der Berliner Geschichtswerkstatt, Goltstraße 49, 10781 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

 

16.03.2023 (Donnerstag)

175 Jahre Märzrevolution: Frauen in der Revolution 1848

19:00 - 20:30

In der Revolution 1848 in Berlin traten Frauen auf unterschiedliche Weise politisch in Erscheinung. Sie spielten zwar für die Revolution keine tragende Rolle, auch war die Zahl derer, die sich in irgendeiner Form an der Revolution beteiligten eher gering. Doch gingen diese Frauen mit ihrer Betätigung über ihr häusliches Umfeld hinaus und stellten sich einer weiteren politisch geprägten Öffentlichkeit.

Zum 175. Jahrestag der Revolution stellen wir mehrere Frauen aus verschiedenen sozialen Schichten vor. Frauen, die sich an Barrikadenkämpfen beteiligten, Verwundeten halfen oder als Kuriere tätig waren. Frauen, die Aufrufe und Petitionen verfassten, Frauenvereine gründeten, Zeitschriften herausgaben und damit über das kritische Schreiben der bürgerlichen Frauen im Vormärz hinausgingen.  Einige Frauen fanden während der Kämpfe den Tod, andere wurden bespitzelt, ausgewiesen und mussten ins Exil. Ruhm und Beifall ernteten sie selten, dafür aber umso mehr Spott und Häme.

Ort: Laden der Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin

Referentinnen: Gertrud Fischer-Sabrow, Dagmar Giesecke, Elke Mocker

Eine Anmeldung ist nicht notwendig

25.03.2023 (Samstag)

Auf Spurensuche: Schöneberg einst und heute

13:00 - 15:30

 

Rundgang in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg

Sie möchten Ihre Straße und Ihren Stadtteil näher kennenlernen und vielleicht auch Freund*innen, Bekannten oder der Familie diese historischen Orte zeigen? Bei einem Rundgang werden Sie zu Plätzen, Gebäuden und Hinterhöfen geführt, die Ihnen möglicherweise unbekannt sind. Erfahren Sie, wie Sie sich selbst auf Spurensuche begeben können und welche Geheimnisse sich in alten Stadtplänen verbergen. Zeitgleich bekommen Sie bei dieser Tour Hinweise, wo Sie Anschauungsmaterial zu eigenen Recherchen finden und welche Kontakte Sie nutzen können.

Treffpunkt für angemeldete Teilnehmende: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin
Referentin: Marita Filipowsky, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Anmeldung zuvor an der VHS erforderlich.
Kurs-Nummer: TS101.006F
Entgelt:7.60 EUR
Ermäßigt: 5.30 EUR

16.04.2023 (Sonntag)

Rundgang: Die Rote Insel - Geschichte eines ehemaligen Schöneberger Arbeiterviertels

14:00 - 16:30

in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg

Das Areal zwischen den Gleisanlagen der Nord-Süd-Bahn S2 (die ehemalige Anhalter und Dresdner Bahn), der Wannseebahn S1 (die ehemalige Potsdamer Bahn) und der Ringbahn wird landläufig als ''Insel'' bzw. seiner historischen Eigenschaft eines proletarischen Wohnquartiers wegen als ''Rote Insel'' bezeichnet. Die Weltgeschichte von 100 Jahren ist hier wie in einem Brennspiegel verdichtet: Militär- und Eisenbahngeschichte, Industrieansiedlung und Massenwohnungsbau, die Politik der großen und kleinen Leute, Arbeiterbewegung, Faschismus und Widerstand haben Spuren in der Lokalgeschichte hinterlassen. Diese werden in einem ca. 2,5-stündigen Rundgang durch den Kiez wiedergefunden und erläutert.

Treffpunkt für angemeldete Teilnehmende: Kolonnenstr./Ecke Cheruskerstr. vor der ''Bio-Insel'', direkt am S-Bhf. Julius-Leber-Brücke.
Referent: Dr. Andreas Bräutigam, Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

Anmeldung zuvor an der VHS erforderlich.
Kurs-Nummer:  TS101.009F
Entgelt: 7,60 EUR
Ermäßigt:,5.30 EUR