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Mirë se erdhëm? Albanerinnen in Berlin

Rreze A.

               Dafina P.

                           Zana B.

                                         Maria J.

                                                              Meri B.

                                        Iliriana M.

                          Adelina B.

             Shpresa K.

Teuta L.

Das Projekt

Die Idee zu dem Projekt entstand 2011 im privaten Kreis, bei einer Feier, als Albanerinnen und Deutsche ohne Migrationshintergrund zusammensaßen und ins Gespräch kamen: Tausende Albanerinnen aus verschiedenen Ländern – v.a. aus Albanien, Kosovo, Serbien und Mazedonien - leben in Berlin, sind aber der Öffentlichkeit als Gruppe(n) weitgehend unbekannt. Auch sind sie, wenn überhaupt, bislang nur sehr selten eingeladen worden, sich an Bildungsprojekten zu beteiligen und sich mit Fragen der deutschen Geschichte und Gegenwart auseinander zu setzen. Das wollten wir ändern.

Die Gruppe

Zwölf Albanerinnen fanden sich für das Projekt zusammen. Sie kamen als Kinder sogenannter „Gastarbeiter/innen“ nach Berlin bzw. wurden hier geboren, sie emigrierten auf der Suche nach einem besseren Leben und/oder sie flohen vor den politischen Unruhen und der Gewalt nach dem Zerfall Jugoslawiens. Sie sind berufstätig oder mal arbeitslos, religiös oder auch nicht und leben in größeren Familienzusammenhängen oder als alleinerziehende Mutter.

Die Workshops

Im Rahmen verschiedener Workshops beschäftigten sie sich mit der deutsch-albanischen Geschichte und mit Familienbezügen im Zweiten Weltkrieg, sie diskutierten über Menschenrechte und über Religion und reflektierten das Leben als Frau in der Berliner Gesellschaft.  

Die Erzählungen

Neun Projektteilnehmerinnen stellten ihre biografische Erzählung für die Ausstellung zur Verfügung, davon haben sieben Frauen einen migrationsgeschichtlichen Bezug zum Kosovo, eine zu Mazedonien und eine zu Albanien. Einige Frauen entwickelten das Konzept der Ausstellung mit. Eine Teilnehmerin konnte sich nach der Geburt ihres Kindes im Sommer nicht länger am Projekt beteiligen, eine andere kehrte in den Kosovo zurück. Zwei Frauen entschieden, dass ihre biografische Erzählung doch privat bleiben, d.h. den Kreis der Gruppe nicht verlassen soll. Die Gruppe insgesamt beschloss, dass die Erzählungen anonymisiert werden; in der Konsequenz ist auch das Bildmaterial entsprechend zurückhaltend.

Die Online-Ausstellung

tl_files/bgw/migration/albanerinnen/albanerinnen-eroeffnung-03.jpgDas Ergebnis des Projektes bildet diese Online-Ausstellung. Den Kern der Ausstellung bilden Auszüge aus den biografischen Erzählungen der Frauen, die über themenzentrierte Interviews erhoben wurden. Die elf Interviews wurden teils auf deutsch, teils auf albanisch geführt; die Transkripte der mündlichen Berichte wurden dem Schriftdeutsch angepasst. Die vollständigen Interviews stehen als PDF-Dateien zur Verfügung.

Wir, die Projektmitarbeiterinnen Feride Berisha und Kerstin Engelhardt, möchten Sie im Namen der projektbeteiligten Frauen herzlich einladen, den hier vorgestellten individual- und familiengeschichtlichen Wegen zu folgen und etwas über in Berlin lebende Albanerinnen zu erfahren.

 

Projektleitung, Interviews, Workshops: Feride Berisha, Kerstin Engelhardt
Beratung, Realisierung Online-Ausstellung: Cord Pagenstecher

Eröffnung

Am 8. Dezember 2012 wurden das Projekt und die Online-Ausstellung im Club von Berlin vorgestellt (> Bilder der Veranstaltung)

 

 

tl_files/bgw/migration/albanerinnen/albanerinnen-in-berlin-logo.pngMirë se erdhëm? Albanerinnen in Berlin

Das Projekt der Berliner Geschichtswerkstatt wurde gefördert im Rahmen des Programms „Geschichte(n) in Vielfalt“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“.