Spendenaufruf für eine Gedenktafel in Erinnerung an Paul Löbe in Legnica/Liegnitz

28.04.2017 10:03

Zum 50. Todestag:

Gedenkort für Paul Löbe an seinem Geburtsort in Legnica/Liegnitz schaffen!


Am 3. August 2017 jährt sich zum 50. Mal der Todestag des sozialdemokratischen Politikers Paul Löbe. Die Berliner Geschichtswerkstatt hat angeregt, am Geburtsort von Paul Löbe, in Legnica/Polen, an ihn zu erinnern. Das heutige Legnica ist das frühere Liegnitz in Niederschlesien. Nun bittet der Verein um Spenden zur Finanzierung des Projekts.

 

Auf das Schreiben des Vereins vom 8. April 2017 hat der Stadtpräsident von Legnica, Herr Tadeusz Krzakowski, positiv reagiert. An der Stelle, an der das Geburtshaus von Paul Löbe stand, sollen zwei Steine mit polnischen und deutschen Texten aufgestellt werden. Die Einweihungsfeier wird voraussichtlich am Samstag, den 5. August 2017 um 15 Uhr stattfinden.

 

Bei Paul Löbe handelt es sich um einen der bedeutendsten deutschen Politiker des 20. Jahrhunderts. Völlig zu Recht trägt das Paul-Löbe-Haus, das Gebäude, in dem die Ausschüsse des Deutschen Bundestages ihre Sitzungen abhalten, seinen Namen genau wie die Straße, an der das Paul-Löbe-Haus liegt. Mit Berlin ist Paul Löbe besonders verbunden, weil er von 1949 bis 1953 Berliner Abgeordneter des Deutschen Bundestages war. 1955 wurde er Ehrenbürger der Stadt. Eine Schule in Berlin-Reinickendorf trägt seinen Namen.

 

Paul Löbe wurde am 14. Dezember 1875 in Liegnitz geboren. Nach seiner Lehrzeit als Schriftsetzer wirkte er als Redakteur der Breslauer sozialdemokratischen Zeitung Volkswacht. 1919 wurde er Reichstagsabgeordneter und war nahezu die gesamte Zeit von 1920 bis 1932 der Präsident des Deutschen Reichstags. Von 1924 bis 1933 war er Vizepräsident der Paneuropa-Union. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er wegen seiner politischen Überzeugung im KZ Groß Rosen in Schlesien inhaftiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Paul Löbe 1949 der Alterspräsident des ersten Deutschen Bundestages. Von 1949-1954 stand er  als Präsident dem Deutschen Rat der Europäischen Bewegung vor, danach wurde er dessen Ehrenpräsident. Er starb am 3. August 1967 in Bonn. Er ist auf dem Waldfriedhof in Berlin-Zehlendorf beerdigt.

 

Die Berliner Geschichtswerkstatt kann das Projekt nicht allein finanzieren. Für die Errichtung der zwei Stein mit den Texten  und für die Einweihungsfeier benötigen wir einen Betrag von circa 8.500 Euro. Wir bitten Sie daher herzlich um Spenden auf unser Konto mit dem Stichwort „Paul Löbe 2017“.


Die IBAN bei der Bank für Sozialwirtschaft lautet: DE61 1002 0500 0003 0370 02.

 

Jürgen Karwelat, für den Geschäftsführenden Ausschuss

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