Sa, 03.12.2011 um 13.00 Uhr Stadtspaziergang "Von der Industriespree zur Mediaspree"

02.11.2011 19:31

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Ein Stadtspaziergang mit Angela Martin rund um Osthafen und Schlesische Straße

 

Dieser Rundgang führt durch das vielleicht interessanteste Konversionsgebiet Berlins. Kaum vorstellbar, dass die Spree hier einst durch eine Auenlandschaft floss. Auch als Holzplätze und Mühlen errichtet wurden und sich Textilunternehmer ansiedelten, blieb die Gegend agrarisch geprägt. Wohlhabende Berliner hatten hier ihre Sommerhäuser, Gärtnereien und Baumschulen ihre Beete und Felder. Erst während der Industrialisierung, vor allem in der Gründerzeit, wandelten sich die Ufer: Fabriken und Gewerbehöfe wurden gebaut, Arbeiterviertel entstanden, Fabrikschlote bestimmten nun die Silhouette.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verließen viele Unternehmer West-Berlin, durch die Spaltung der Stadt und den Mauerbau geriet das Gebiet südlich der Spree in eine Randlage. Künstler und Studenten fanden billigen Wohnraum in Fabriketagen und Gewerbebauten. Nach der Wende wurden sie durch solvente Unternehmen vor allem der IT- und Medienbranche vertrieben. Längst haben auch internationale Projektentwickler die Wasserlage entdeckt – und mit ihren hochfliegenden Plänen einer dichten Bebauung der Spreeufer heftige Proteste der Anwohner ausgelöst.

 

Samstag, 3.12.2011 um 13 Uhr. Treffpunkt: U-Bahnhof Schlesisches Tor. Dauer: ca. 2,5 Stunden. Der Rundgang ist kostenlos.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe "30 Jahre Berliner Geschichtswerkstatt" gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin

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