Mo., 17. Februar 2020, 19:00 Uhr Werkstattgespräch 100 Jahre Groß-Berlin: Das neue Berlin und seine kommunale Agenda

16.02.2020 12:54

Soziale Daseinsvorsorge als Stadtpolitik 1920-1930

Mit der administrativen Ordnung, der Metropole Groß-Berlin ging eine kommunale Agenda einher, in der die soziale Daseinsvorsorge im Mittelpunkt stand. Wohnungsbau, Bildung und Gesundheitsprävention, aber auch Basisleistungen wie Strom, Gas, Wasser und Verkehr sollten in gleichem Maße für alle verfügbar sein und damit die extreme Ungleichheit der Lebenschancen im Berliner Raum ausgeglichen werden. Das Mittel war die Kommunalisierung der städtischen Dienstleistungen und ihr Ausbau, der sich bis auf die Wirtschaftsförderung und die Etablierung Berlins als "Weltstadt" erstreckte. Weltwirtschaftskrise und Nationalsozialismus beendeten dieses kommunale Experiment, das heute angesichts der fortschreitenden Privatisierung der Stadt erneut an Aktualität gewinnt.

 

Moderation: Sonja Miltenberger, Berliner Geschichtswerkstatt e. V.

Gast: Dr. Andreas Ludwig, Stadthistoriker, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstr. 49 in Berlin Schöneberg

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