Mo, 28. Januar 2013: Nazi-Terror in Lichtenrade am „Vorabend“ des 30. Januar 1933

09.12.2012 12:39

Werkstattgespräch zum achtzigsten Todestag von Erich Hermann

 

In der Silvesternacht 1932/33 kam in Lichtenrade Erich Hermann – ein 18-jähriger Kommunist – durch den Messerstich eines SA-Mannes zu Tode, nachdem die SA zuvor mehrere Lichtenrader Bürger überfallen und misshandelt hatte.

Basierend auf den durch Zeitzeugen überlieferten und in den 1980er Jahren durch die Vereinigung der Verfolgte des Naziregimes (VVN) dokumentierten Informationen, hat die Geschichtswerkstatt Lichtenrade die Ereignisse und deren Hintergründe genauer recherchiert und bereits 1990 veröffentlicht. Auf Basis dieser Information konnte 2003 der Tatort in Lichtenrade den Namen „Erich-Hermann-Platz“ erhalten, um an den Zivilisationsbruch, der sich kurz vor der nationalsozialistischen Machtübernahme im Januar 1933 bereits deutlich ankündigte, zu erinnern.

Seitdem konnten weitere Quellen erschlossen und ausgewertet werden, so unter anderem die Prozessakte des Strafverfahrens gegen den SA-Mann Fritz Osthoff, der Erich Hermann erstochen hatte und der im März 1933 vom Landgericht in Berlin freigesprochen wurde.

 

Beim Werkstattgespräch am 28.01.2013, 19.30 Uhr im Laden der Berliner Geschichtswerkstatt in der Goltzstraße 49, 10781 Berlin (U-Bahnhof Eisenacher Straße) wird der aktuelle Forschungsstand referiert.

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