Mo., 26. Oktober 2015 um 19 Uhr:„Zeit des Überlebens“ - Kriegsende und Neubeginn am Rande Berlins.

12.10.2015 20:09

„Zeit des Überlebens“ - Kriegsende und Neubeginn am Rande Berlins. Aus dem Tagebuch Erik Regers von April bis Juni 1945.


Der Schriftsteller und Journalist Erik Reger lebte von 1943 bis zum Sommer 1945 in Mahlow, einem Vorort im Süden Berlins. In seinem vor kurzem erst entdeckten Tagebuch aus der Zeit von April bis Juni 1945 schildert er, wie sich die Niederlage der NS-Herrschaft, das Kriegende, der Sieg der Roten Armee und der Beginn einer anderen politischen Ordnung in dem kleinen Ort vollzog und von seinem Bewohnern wahrgenommen wurde.  Er beschreibt, wie Parteigenossen „Vorbereitungen“ für die Zeit danach trafen, wie sich die sowjetischen Offizieren und Soldaten verhielten, die Erlebnisse von Flüchtlingen und wie schnell sich gerade linientreue „Volksgenossen“ der neuen Ordnung anpassten.

Erik Reger, einer der bekanntesten Schriftsteller der Weimarer Republik, dessen Bücher nach 1933 von den Nazis verboten wurden, war 1945 Mitbegründer und bis zu seinem Tod 1954 Chefredakteur der Berliner Zeitung „Der Tagesspiegel“. Der Historiker Dr. Andreas Petersen hat das Tagebuch Erik Regers erschlossen und 2014 als Buch herausgegeben.

 

 

Ort: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin, nahe U-Bahnhof Eisenacher Straße

Moderation: Dr. Andreas Bräutigam

Gast: Dr. Andreas Petersen, Historiker

Eintritt frei

 


 

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