Mo., 2. November 2015 um 19 Uhr: Einheitsschule in Berlin gescheitert. – Gott sei Dank oder vertane Chance?

16.10.2015 13:05

 

Einheitsschule in Berlin gescheitert. – Gott sei Dank oder vertane Chance?

 

Der Wiederaufbau des Schulwesens sollte nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes die Errichtung einer demokratischen Gesellschaftsordnung unterstützen. Darin waren sich die Siegermächte einig. Übereinstimmung bestand auch zunächst im Ziel einer solchen Reform:

 

Das traditionelle deutsche Schulsystem, das auf sozialer Diskriminierung und Ungleichheit basierte und diese verfestigte, sollte überwunden werden zugunsten einer Schule, die allen Bevölkerungsgruppen einen Zugang zu „höherer“ Schulausbildung ermöglichte: einer „Einheitsschule“.

 

Dass eine solche Übereinstimmung im Zuge des Kalten Krieges bald brüchig wurde, ist nicht verwunderlich. Aber auch die schulische Realität, wie sie sich in den ersten Jahren nach Kriegsende herausgebildet hatte, stand einer solchen Reform häufig entgegen. Am Beispiel der Geschichte des Rückert-Gymnasiums in Berlin-Schöneberg und der Geschichte des kommunistischen Widerstandkämpfers und KZ-Häftlings Wolfgang Szepansky, der bis zu seiner Entlassung 1951 als Lehrer an einer Tempelhofer Schule gearbeitet hatte, soll dies genauer beleuchtet und anschaulich gemacht werden

 

 

 

Moderation: Peter Lassau

 

Gäste: Peter Kersten, ehemaliger Lehrer am Rückert – Gymnasium

 

Dr. Klaus Mancke, ehemaliger Mittelstufenleiter der Carl v. Ossietzky- Gesamtschule

 

Regina Szepansky, Tochter Wolfgang Szepanskys


Ort der Veranstaltung: Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, 10781 Berlin, U-Bahnhof Eisenacher Straße

 

 

 

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