Mo., 16. Oktober 2017, 19 Uhr: von Moskau nach Charlottengrad

14.09.2017 20:05

„Stiefmutter der russischen Städte“ nannte der Schriftsteller Wladislaw Chodassewitsch Berlin anfangs der 1920er Jahre. – In der Tat: Nach der Oktoberrevolution hatten ca. 600 000 russische Emigranten den Weg nach Deutschland genommen, gut die Hälfte davon nach Berlin.

Anhänger, Skeptiker, Gegner der Bolschewiken prägten ein russisches Kulturleben in dieser Stadt – eine Parallelgesellschaft, die sich weitgehend von der deutschen Bevölkerung abschottete, konzentriert in den Stadtteilen Charlottenburg, Wilmersdorf, Schöneberg. „Klein-Petersburg“ oder „Charlottengrad“ nannte der Volksmund dieses russische Berlin. Dazu gehörten Intellektuelle, Künstler, Schriftsteller, Geschäftsleute, Angehörige des russischen Hochadels, aber auch einfache Menschen, die vor dem Hunger geflohen waren.

Wie wirkte sich dies auf die Stadt Berlin aus, welche Spuren gibt es davon noch und welchen Einfluss hatte diese Zeit auf das deutsch-sowjetische Verhältnis, auf das russische/sowjetische Geistesleben?

Moderation: Peter Lassau

Gast: Prof. Dr. Ingo Juchler, Politikwissenschaftler und Germanist

Montag, 16. Oktober 2017 um 19.00 Uhr

im Laden der Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, Berlin-Schöneberg

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