Mo, 13. Januar 2014 um 19 Uhr: Werkstattgespräch "Wir sind Löwen, tragen Mähnen und brüllen gewaltig"

15.12.2013 22:17

Werkstattgespräche "Widerstand  gegen den Nationalsozialismus in Berlin", erste Veranstaltung
 
"Wir sind Löwen, tragen Mähnen und brüllen gewaltig"
                                                                                              Eberhard Koebel (tusk)
 
Der junge Designer Eberhard Koebel (1907-1955) gründete am 1.11.1929 in Stuttgart  einen Jugendbund, der durch den geheimnisvollen Namen "dj.1.11" Aufmerksamkeit erregte und  den Anspruch hatte,  seine Mitglieder zu "Selbsterringenden" zu erziehen. Nach seinem  Umzug nach Berlin setzte bei ihm eine Linkswendung ein, die 1932 zum  Eintritt in  die KPD und  zur Tätigkeit im KJVD  führte. tusk wurde zu  einer  legendären Figur und einer ernsthafte Konkurrenz der Hitlerjugend. Deshalb beschloss Baldur von Schirach seine Liquidierung und inhaftierte ihn im Columbia-Haus. Um den Folterverhören zu entgehen,  beging tusk  zwei Selbstmordversuche.  Die umstrittene Entlassung nutzte er zur  Flucht in die  Emigration. Die dj.1.11 überlebte die NS-Zeit in der Illegalität trotz Verfolgung  und erlebte nach 1945 in der BRD eine Wiederbelebung. Eberhard Koebel  starb 1955 in Berlin (DDR) mit nur 48 Jahren. Das kürzlich gefeierte 100jährige Meißner-Jubiläum zeigte, dass von ihm immer noch  Wirkungen auf die Jugendarbeit ausgehen.
 
Moderation : Beate Winzer
Gäste: Dr. Kurt Schilde, Historiker
Eckard Holler, Tuskbiograph und freier Publizist
 
Mo, 13. Januar 2014, 19 .00 Uhr
in den Räumen der Berliner Geschichtswerkstatt
Goltzstraße 49, 10781 Berlin

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