Mo., 12. Februar 2018, 19:00 Uhr Werkstattgespräch: Berliner Studenten an Moskauer und Leningrader Hochschulen 1950-1990

09.01.2018 09:09

Wenn von „Berliner Studenten“ die Rede ist, sind zwei sehr unterschiedliche Gruppen bezeichnet: Zum einen Studenten aus Berlin-Ost, vor allem der Humboldt-Universität, die seit den 1950er Jahren in großer Zahl – in der Regel für ein ganzes Studium – an viele Hochschulorte der Sowjetunion zum „großen Bruder“ abgeordnet wurden. Zum anderen eine kleine Zahl von Studenten der Freien Universität Berlin (West) vorrangig aus Osteuropa-Studiengängen, die seit 1969 für ein Jahr an der Leningrader Universität studierten und forschten. So groß die Unterschiede waren, war beiden Gruppen gemeinsam, dass sie jenseits der ideologisch hochaufgeladenen Klischees über die Sowjetunion – „Reich des Bösen“ hier und „Bannerträger des Fortschritts“ dort - und jenseits des Studentenmilieus von Hörsaal und Wohnheim in der realen Alltagswelt einer fremden Gesellschaft lebten. Diese Alltagswelt unterschied sich merklich von beiden Klischeebildern. Als Zeitzeugen sollen sowohl „Westberliner“ wie auch „Ostberliner“ ehemalige Studenten interviewt werden. Bei den Ostberliner Studenten soll besonders die Entwicklung zwischen den 1950er und den 1980er Jahren beleuchtet werden.

Moderation: Peter Jahn

Gäste: Westberliner und Ostberliner ehemalige Studierende

Montag, 12.Februar 2018 um 19 Uhr im Laden der Berliner Geschichtswerkstatt, Goltzstraße 49, Berlin-Schöneberg

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