Di., 5. September 2017 um 18.30 Uhr: Veranstaltung 100 Jahre Matrosenrevolte

10.08.2017 21:06

 

Die Berliner Geschichtswerkstatt lädt ein zu einer

Gedenkveranstaltung:

 

„Das war glatter Mord an den Matrosen –

Erinnerung an den Matrosenaufstand von 100 Jahren“

 

am Dienstag, den 5. September 2017 um 18.30 Uhr

Reichpietschufer/Einmündung Köbisstraße, nahe Bauhaus-Archiv

 

Vor genau hundert Jahren, am 5. September 1917 wurden auf dem Militärgelände Wahner Heide, nahe Köln, die beiden Berliner Matrosen Max Reichpietsch und Albin Köbis erschossen. Vorausgegangen war ein skandalöser Militärgerichtsprozess, in dem fünf Matrosen als angebliche Anführer einer Meuterei zum Tode verurteilt worden waren. Bei drei Matrosen wurde die Todesstrafe in 15 Jahre Haft umgewandelt.

Am 2. August 1917 hatten 600 Matrosen in Wilhelmshaven den Dienst verweigert. Sie protestierten gegen schlechtes Essen, ungerechte Behandlung und einen möglichen Kriegseinsatz. An den beiden Berlinern wurde ein Exempel statuiert. Die wurden als angebliche Rädelsführer erschossen.

 

Im Jahr 1947 beschloss die Berliner Stadtverordnetenversammlung, das damalige Tirpitzufer, benannt nach dem Großadmiral der Kaiserlichen Marine, nach Max Reichpietsch zu benennen. Die Admiral-von-Schröder-Straße wurde nach Albin Köbis benannt. Dadurch wird die Erinnerung die zwei Berliner Matrosen erhalten, die durch ihr Handeln ein Zeichen für den Frieden setzen wollten.

 

 

Jürgen Karwelat

für den Geschäftsführenden Ausschuss

 

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