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Chronik 2017 bis 2019

Tätigkeitsbericht der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.

für die Jahre 2017 bis 2019

 

 

Der Verein hatte in der Berichtszeit unverändert durchschnittlich 80 Mitglieder.

 

Der Tätigkeitsbericht gliedert sich in drei Abschnitte:

 

  1. Ständige Einrichtungen

  2. Projekte

  3. Veröffentlichungen

 

1. Ständige Einrichtungen

 

Der Laden des Vereins

 

Der Laden des Vereins in der Goltzstraße 49 in Berlin-Schöneberg ist weiterhin jeden Werktag zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet. Auch an Samstagen, vorwiegend im Sommer und in der Vorweihnachtszeit hat der Laden geöffnet. In dieser Zeit stehen wir allen Interessenten z.B. für Anfragen zur Berliner Zeitgeschichte, für Beratung beim Verfassen wissenschaftlicher oder schulischer Arbeiten und weitere ähnliche Dienstleistungen zur Verfügung.

Wir bieten Praktikumsplätze und Arbeitsmöglichkeiten für SchülerInnen und StudentInnen. Zu den Öffnungszeiten kann auch unsere Bibliothek und das Archiv von der Öffentlichkeit genutzt werden.

 

 

Werkstattgespräche/Veranstaltungen

 

Regelmäßig führt die Berliner Geschichtswerkstatt „Werkstattgespräche“ als Diskussionsforen mit Experten zu historischen Themen durch. Die Veranstaltungen in den Räumen des Vereins sind für die interessierte Öffentlichkeit konzipiert und in der Regel gut besucht. Von Oktober 2017 bis April 2018 wurde eine Veranstaltungsreihe, die von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie finanziert wurde, durchgeführt. Es handelte sich um die Reihe „Was tun? Berlin-Russland seit der Oktoberrevolution: Aspekte einer komplizierten Beziehung“ . Im Jahr 2018 hatten zahlreiche Werkstattgespräche „1968 und die Folgen“ zum Gegenstand. Im Jahr 2019 erinnerten viele Veranstaltungen an die DDR-Bürgerbewegung und den Mauerfall am 9.11.1989. Folgende Werkstattgespräche wurden durchgeführt:

 

2017

  • 15. Januar 2017: Erinnerung an Rosa Luxemburg, Veranstaltung am Rosa-Luxemburg-Steg

  • 27. Februar 2017: Werkstattgespräch „Die Familie Lewissohn und ihr Seebad Mariendorf“ mit Bianca Tchinda

  • 2. Juni 2017: Erinnerung an den 2. Juni 1967 – Ermordung von Benno Ohnesorg, Veranstaltung an der Deutschen Oper, Bismarckstraße

  • 5. September 2017: Erinnerung an der Matrosenaufstand 1917, Veranstaltung am Reichpietschufer

  • 11. September 2017: Lesung von Octavia Winkler aus ihrem Buch „Oranienburger 32“

  • 6. September 2017: Teilnahme am Literaturfestival „Berlin liest“

  • 9. Dezember 2017: Symbolische Anbringung einer Tafel zur Erinnerung an das Zwangsarbeiterlager Wilhelmsaue 40, Berlin-Wilmersdorf

  • 17. Dezember 2017: Bücherstand auf dem Winterbasar der Regenbogenfabrik

 

2018

  • 14. Januar 2018: Erinnerung an Rosa Luxemburg, Veranstaltung am Rosa-Luxemburg-Steg

  • 19. März 2018: 100 Jahre Frauenwahlrech

  • 7.März 2018: Lesung mit Monika Fielitz aus ihrem Buch "Ich komm und weiß nicht woher".

  • 11. April 2018: Gedenkveranstaltung für Rudi Dutschke, Kurfürstendamm (Ecke Joachim-Friedrich-Straße

  • 16. April 2018: Buchvorstellung „Geschichte des SDS 1946-1970“ mit den Autoren Timan Fichter und Siegward Lönnendonker

  • 17. April 2918: Lesung aus dem Buch „Rebellion und Wahn, Mein68“ mit dem Autor Peter Schneider

  • 18. April 2018: Lesung aus dem Buch „1968 - Worauf wir stolz sein dürfen“ mit der Autorin Gretchen Dutschke

  • 19. April 2018: Lesung aus dem Buch „Living trough turbulent times or sailor, worker, student of mid-Century” in englischer Sprache und Gespräch in Deutsch mit dem Autor Richard Mann/USA

  • 20. April 2018: Film "Mit Jesus auf die Barrikaden - Christ*innen in der 68er-Revolte“, anschließend Gespräch mit Regisseur Dorian Raßloff

  • 14. Mai 2018: Lesung „Schwarze Protokolle“ mit den Autoren Barbara Sichtermann und Jens Johler

  • 24. Mai 2018: Lesung „Dass ein gutes Deutschland blühe - Mein März-Marathon“ mit dem Autor Volker Schröder

  • 4. Juni 2018: Werkstattgespräch und Lesung „Die 68er oder The Long Sixties“ mit dem Autor Wolfgang Seidel

  • 2. September 2018: Teilnahme am Literaturfestival „Berlin liest“

  • 11. September 2018: Veranstaltung „1968 Ost trifft West 1968“ mit Jan Faktor, Gerd Poppe und Peter Schneider, gemeinsame Veranstaltung mit dem Verein Bürgerkomitee 15. Januar

  • 5. November 2018: Werkstattgespräch und Lesung aus dem 68er-Roman „Der Falsche“ mit dem Autor Jens Johler

  • 19. November 2018: Werkstattgespräch über das Leben des Lichtenberger Kommunisten Erwin Jöris mit dem Journalisten Andreas Petersen

  • 15. Dezember 2018: Einweihung der Gedenktafel für Paul Löbe in Liegnitz/Legnica (Polen)

  • 16. Dezember 2018: Bücherstand auf dem Winterbasar der Regenbogenfabrik

 

2019

 

Veranstaltungen im Rahmen der Reihe Was tun? - Что делать? Berlin – Russland seit der Oktoberrevolution - Aspekte einer komplizierten Beziehung“

 

  • 16. Oktober 2017: Von Moskau nach Charlottengrad - Russische Emigration in den 1920er Jahren

  • 13. November 2017: Schilkin – die unerhörte Geschichte des russischen Wodkas in Berlin

  • 11. Dezember 2017: Emil Potratz zwischen Deutschland und der Sowjetunion – Das Schicksal eines kommunistischen Schöneberger Gastwirts

  • 22. Januar 2018: Sowjetische Zwangsarbeit in Berlin – "Ostarbeiter/Innen“ erinnern sich

  • 12. Februar 2018: Berliner Student/Innen an Moskauer und Leningrader Hochschulen 1950-1990

  • 12. März 2018: Der Untergang eines Imperiums – Die letzten Tage der Sowjetunion, ein Augenzeugenbericht

  • 28. April 2018: Russisches Leben in Berlin – ein Rundgang durch Charlottengrad

 

Begegnungen

Der Verein ist weiterhin Objekt der Geschichtsbetrachtung. So wurden im Berichtszeitraum zahlreiche Gespräche mit WissenschaftlerInnen und StudentInnen über die Geschichte des Vereins und seines Stellenwerts in der „alternativen Geschichtsbewegung geführt. Wir hatten erneut ausländische Gruppen zu Gast, wie z. B. am 16. Oktober 2019 eine indonesische Menschenrechtsgruppe.

 

 

Stadtrundgänge

 

2017

 

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Vom Dorfkrug zum Prälat. Ein Spaziergang durch die Kulturgeschichte Schöneberger Gaststätten. 01. April 2017.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Rote Insel - Geschichte eines Schöneberger Arbeiterviertels
    22.04.2017.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Jenseits der Potsdamer Straße – Ein Dorf auf dem Weg nach Berlin. 10. Juni 2017.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Schöneberg im Wandel der Zeit. Ein Stadtteil-Rundgang durch drei Jahrhunderte. 09. September 2017.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Rote Insel - Geschichte eines Schöneberger Arbeiterviertels
    15.10.2017.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Die Millionenbauern von Schöneberg. Auf den Spuren einer Familiengeschichte. 18. November 2017.

 

 

 

2018

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Rote Insel - Geschichte eines Schöneberger Arbeiterviertels
    22.04.2018.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Vom Dorfkrug zum Prälat. Ein Spaziergang durch die Kulturgeschichte Schöneberger Gaststätten. 05. Mai 2018.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Die Millionenbauern von Schöneberg. Auf den Spuren einer Familiengeschichte. 16. Juni 2018.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Jenseits der Potsdamer Straße – Ein Dorf auf dem Weg nach Berlin. 15. September 2018.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Schöneberg im Wandel der Zeit. Ein Stadtteil-Rundgang durch drei Jahrhunderte. 06. Oktober 2018.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Rote Insel - Geschichte eines Schöneberger Arbeiterviertels
    21.10.2018.

 

 

2019

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Die Millionenbauern von Schöneberg. Auf den Spuren einer Familiengeschichte. 30. März 2019.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Rote Insel - Geschichte eines Schöneberger Arbeiterviertels
    14. April 2019.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Vom Dorfkrug zum Prälat. Ein Spaziergang durch die Kulturgeschichte Schöneberger Gaststätten. 11. Mai 2019.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Entlang der Potsdamer Straße – Neu-Schöneberg zwischen Aufbau, Fortschritt und Niedergang. 31. August 2019.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Schöneberg im Wandel der Zeit. Ein Stadtteil-Rundgang durch drei Jahrhunderte. 14. September 2019.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Schöneberg im Aufbruch – Wendejahre zwischen 1874 und 1919. 21. September 2019.

  • Stadtteilführung der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Kooperation mit der Berliner Geschichtswerkstatt e.V.: Rote Insel - Geschichte eines Schöneberger Arbeiterviertels
    27. Oktober 2019

 

Archiv und Bibliothek

 

Das Dokumentationszentrum für Alltagsgeschichte besteht aus einem Archiv (Bild, Ton, Dokumente) und einer Präsenzbibliothek mit einer Bestandsgröße von ca. 6.300 Titeln zu den Themenbereichen Berlingeschichte und Nationalsozialismus sowie Theorien und Methoden der historischen Forschung und Geschichtsvermittlung.

Die Erfassung des Bibliotheksbestands in ein Datenbanksystem ist abgeschlossen.

Im Rahmen der Bestandserhaltung sind alle Interviews aus den Projekten „Rote Insel“ und „Lindenhof“ digitalisiert und mit Metadaten erfasst worden.

Der Cornelsen Verlag hat unsere Zeitzeugen-App zur NS-Zwangsarbeit in seinem Lehrwerk „Entdecken und Verstehen Berlin-Brandenburg“ veröffentlicht. Damit erscheint zum ersten Mal eine Arbeit der BGW in einem Schulbuch mit Hinweis auf unseren Verein.

Die Nutzung der Bestände steigt von Jahr zu Jahr stetig an. Die meisten Anfragen konzentrierten nach wie vor auf das Thema „Zwangsarbeit im Nationalsozialismus“, gefolgt von biografischen Forschungsanfragen, sowohl aus dem familiären als auch dem wissenschaftlichen Kontext heraus.

Archiv und Bibliothek stehen allen Interessierten nach vorheriger Absprache zur Verfügung.

 

 

Mitgliederzeitschrift

 

Nach wie vor wird zwei Mal im Jahr eine Mitgliederzeitschrift (Rundbrief) herausgegeben.

Neben den laufenden Berichten aus den Projekten und der Vorstandsarbeit hatten die Rundbriefe jeweils Schwerpunktthemen.

2017: Die Kooperation mit dem Verein „Bürgerkomitee 15. Januar e. V.“

2018: Der 2. Juni 1967 und die Bewegung der ‘68er

2019: Paul-Löbe-Gedenktafeln in Legnica, Aberkennung der Gemeinnützigkeit des VVN-BdA

 

 

2. Projekte

 

 

Zwangsarbeit in Berlin

 

Der Verein nimmt regelmäßig am „Runden Tisch Zwangsarbeit“ teil, der vom Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin organisiert wird. Der Runde Tisch dient zur Kommunikation der in Berlin tätigen verschiedenen Gruppen und Organisationen zur Zwangsarbeit. Breiten Raum nahm die vom Runden Tisch erhobene Forderung ein, dass das Dokumentationszentrum eine selbstständige Stiftung werden soll (Ablehnung durch Senatsverwaltung und Bund).

 

Am 9. Dezember 2017 brachte die Berliner Geschichtswerkstatt eine provisorische Gedenktafel am Haus Wilhelmsaue 40 an, um an das im Zweiten Weltkrieg an dieser Stelle vom Bezirksamt Wilmersdorf betriebene Zwangsarbeiterlager zu erinnern.

 

 

Projektgruppe Zwangsarbeit bei Bosch

 

Im Berichtszeitraum führte die Projektgruppe folgende Aktivitäten durch:

 

im Jahr 2017

 

  • Vortrag Versteckt im Wald. Eine Tarnfabrik des Bosch-Konzerns in Hildesheim, gehalten von Angela Martin am 27. Januar 2017, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, im Rathaus Hildesheim.

  • Relaunch der Webseite z.B. Bosch. Zwangsarbeit im Hildesheimer Wald mit einem überarbeiteten Kapitel Hildesheim. Hier wurde der Abschnitt Erinnerungen der Verschleppten umgearbeitet und ergänzt sowie ein umfangreicher, neuer Abschnitt Der Blick der Deutscheneingefügt.

im Jahr 2018

 

  • Aufbereitung des Archivs von Angela Martin zum Thema Zwangsarbeit für Bosch für das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit / Sammlung Berliner Geschichtswerkstatt.

 

im Jahr 2020

 

Vortrag Ausgebeutet, diskriminiert, aber dringend gebraucht: Fremd- und Zwangsarbeiter während des Nationalsozialismus, gehalten von Angela Martin am 7. Januar 2020 im Rahmen der Ringvorlesung der Universität Potsdam Hier geblieben? Brandenburg als Einwanderungsland vom Mittelalter bis heute.

 

 

 

Projektgruppe Geschichtswerkstatt Lichtenrade

2017

 

Auf Anfrage von Herrn Harald Misje, dem Enkel von Aksel Misje - einem norwegischen politischen Gefangenen des KZ-Außenlagers Lichtenrade – fand ein Treffen mit Vertretern der Geschichtswerkstatt Lichtenrade statt, bei dem Herrn Misje und seiner Tochter von den Recherchen über die Geschichte des Außenlagers berichtet und gemeinsam das Mahnmal am ehemaligen Lager-Standort im Bornhagenweg besucht wurde.

 

 

2018

 

Aus Anlass des 75. Todestages von Erwin Gehrts hat Gerhard Moses Heß (Mitglied der Berliner Geschichtswerkstatt) seinen 2. Salon Hermione dem in Lichtenrade wohnenden Widerstandskämpfer gewidmet. Im Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Lichtenrade fanden unter dem Motto „Ein Lichtenrader Widerstandskämpfer und eine Lichtenrader Zeitzeugin“ eine Lesung, Theaterszenen und Erinnerungen einer Lichteraderzeitzeugen statt.

 

Unter dem Motto „Stolpersteine gegen das Vergessen“ hat die Geschichtswerkstatt Lichtenrade zusammen mit Gerhard Moses Heß (Mitglied der Berliner Geschichtswerkstatt) am 29. April 2018 zu einem Stolperstein-Rundgang durch den Stadtteil eingeladen. Ein zweiter entsprechender Rundgang ist am 2. September 2018 durch Gerhard Moses Heß durchgeführt worden.

 

 

 

2019

Beim Tag der Städtebauförderung am 11. Mai 2019 nimmt die Geschichtswerkstatt Lichtenrade mit einem Informationsstand und einer stadtteilhistorischen Fotoausstellung teil, informiert über ihre Arbeit und verkauft Bücher der BGW.

 

Im Juli 2019 hat die Geschichtswerkstatt Lichtenrade dem Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße ein „Konzept für einen stadtteilhistorischen Beitrag auf den drei digitalen Wegweiserstelen im Rahmen des geplanten Leitsystems in der Bahnhofstraße Lichtenrade ( „Digitaler Geschichtsparcours Lichtenrade“)“ vorgelegt. Das Projekt ist bislang nicht realisiert worden.

 

Am 10. November 2019 informieren Vertreter der Geschichtswerkstatt Lichtenrade im Rahmen des von Gerhard Moses Heß (Mitglied der Berliner Geschichtswerkstatt) veranstalteten Salons Hermione im Jugendclub Lortzingstraße in Lichtenrade über die Geschichte des Lichtenrader Außenlagers von Sachsenhausen am Bornhagenweg sowie über den aktuellen Stand der bezirklichen Pläne zur Ergänzung des dortigen Mahnmals um eine Informationsstele.

 

Projektgruppe Historische Stadtrundfahrten mit dem Schiff

 

Die Dampfergruppe hat im Berichtszeitraum wie in den Jahren zuvor jeweils an ca. 11 Sonntagen und etwa fünf Abendterminen in der Woche zwischen Mai und September Historische Stadtrundfahrten mit dem Schiff zu unterschiedlichen Themen der Stadtgeschichte angeboten. Prinzip der Gruppe ist es weiterhin, die Begleitung in einem Team von mindestens drei Personen durchzuführen, wobei mindestens zwei die Erläuterungen geben und eine dritte Person den Büchertisch mit Berlin-Literatur betreut.

 

Angesichts der nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge hat die Gruppe 2017 wieder die Fahrt mit dem Titel „Einwanderungsstadt Berlin“ angeboten. Die Fahrt soll zeigen, dass Berlin über die Jahrhunderte durch die Zugewanderten zu dem geworden ist, was die Stadt heute ist. 2018 wurde die überarbeitete Fahrt „Rebellisches Berlin“ erneut ins Programm aufgenommen. Diese Fahrt erinnerte an die Revolution von 1848, die Revolution von 1918 und an die Studentenrevolte von 1968. Mit der Fahrt „Mauergeschichte(n)“ erinnerten wir 2019 an den Fall der Mauer 30 Jahre zuvor.

 

Besondere Fahrten im Hinblick auf die Kulturgeschichte der Stadt sind weiterhin die Fahrten zur Dada-Bewegung und zu dem Musiker Rio Reiser. Was unsere Fahrten von den herkömmlichen Touren unterscheidet, sind die Gäste (PolitikerInnen, KünstlerInnen, SchriftstellerInnen), die zu bestimmten Themen auf dem Schiff interviewt werden. Regelmäßig finden Themenfahrten in Zusammenhang mit Berliner Buchhandlungen statt. Um den 15. Januar eines jeden Jahres führt die Gruppe am Landwehrkanal eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Ermordung von Rosa Luxemburg durch.

 

Die ehrenamtlich arbeitende Gruppe besteht z.Z. aus sechs Personen.

 

 

3. Publikationen

In dieser Aufzählung sind die Publikationen aufgeführt, bei denen die Berliner Geschichtswerkstatt im Berichtszeitraum als Herausgeber fungiert hat.

  • Was tun? - Что делать? Berlin – Russland seit der Oktoberrevolution - Aspekte einer komplizierten Beziehung“, Dokumentation zur Veranstaltungsreihe der Berliner Geschichtswerkstatt e.V. von Oktober 2017 bis April 2018. Hrsg. und Verlag: Berliner Geschichtswerkstatt, 2018, 110 Seiten, ISBN: 978-3-925702-23-5

 

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